„Konvertiere, zahle oder stirb!“

ISIS ist da und vertreibt das historische Christentum

Unsere Tour im Sommer 2017 führt das Team weiter von Nordafrika in die Region Westasien. Wir verbringen ca. 8 Tage in der Region Kurdistan und starten dort unterschiedliche Unternehmungen. Wir sind unterwegs in der Region, in der Propheten der Bibel zur Zeit vor Christus bereits ankündigten, dass von hier Zerstörung ausgehen wird für das Volk Israel. In der Hauptstadt der Provinz treffen wir unterschiedliche engagierte Christen, Leiter von Institutionen und besuchen Orte, an denen vor Kurzem noch Kämpfer von ISIS Tod und Zerstörung brachten. Besondere Momente sind das Treffen mit einem Verwalters eines Flüchtlingscamps und die Friedenscamps, die unser Partner BL4P in der Nähe durchführt. Wir bewegen uns nur ca. 25km entfernt von Gebieten, in denen noch vereinzelte Kämpfer von ISIS als Scharfschützen ihr Unwesen treiben und wenn wir uns in der Stadt umsehen, glaubt man dies kaum. Menschen gehen ihrem Lebensalltag nach und auch wir können uns problemlos in der Stadt bewegen.

In der nächsten größeren Stadt dann können wir uns mit unterschiedlichen Vertretern evangelikaler Gemeinden verabreden.

Uns erzählen die Brüder, was ISIS tat, als sie in die Region von Mossul vordrangen. Dies deckt sich mit Berichten, die wir auch online finden. Die christlichen Leiter wurden von ISIS in die Kirchen gerufen, um mit ihnen dort die Lage zu besprechen. Vorab warnten die Leiter aber alle Christen und sandten sie aus den Städten und Dörfern auf die Flucht. Während sie uns alles erzählen, zeigen sie uns Bilder ihrer zerstörten Häuser oder von Angehörigen, die nun in der Welt verstreut oder tot sind. Als ISIS in ihre Städte einzog, stellten sie die Menschen vor die Wahl, entweder

  1. zum wahren Islam zu konvertieren,
  2. Die Steuer der Ungläubigen (Dschizya)  zu bezahlen und sich ihrer Herrschaft zu unterwerfen (Dhimma) oder
  3. direkt getötet zu werden.

Während wir dort unterwegs sind, lesen wir gemeinsam in der Bibel über den Propheten Nehemia. Dort wo damals Ninive war, ist heute Mossul (gewesen). Heute ist die Stadt durch die andauernden Kämpfe durch die Kämpfe gegen den Islamischen Staat vollkommen zerstört. Mossul war die drittgrößte Stadt im Irak und ISIS wollte diese Stadt zu ihrer Hochburg machen. In unserer Bibellese finden wir, dass zur Zeit der Israeliten die Stadt von einer vereinten Macht aus dem Norden und aus dem Süden angegriffen wurde. Das assyrische Reich ging unter. Zuvor hatte Gott dem assyrischen Reich die Chance zur Umkehr durch die Juden gegeben, die zuvor als Gefangene dorthin verschleppt wurden. So hätten die Assyrer Gott kennenlernen und ihm folgen können, aber sie nahmen diese Chance nicht wahr. Heute haben die Kurden als Nachfolgen der Meder zusammen mit den irakischen Kräften aus dem Süden und internationalen Verbündeten (aus dem Norden) wieder die Stadt zerstört.

 

Wir hoffen, dass die Gemeinde Gottes hier nun ein Licht sein kann, dass den Völkern die Chance eröffnet, zu Gott umzukehren. Sie in diesem Zeugnis zu unterstützen und für den Prinzen des Friedens unterwegs zu sein, ist die Aufgabe der nächsten Jahre für PRN.

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