Konvertiere, zahle oder stirb!

Mizgîn kommt mit dem Leben davon

Die meisten Christen flohen, so wie Mizgîn[1] und ihre Töchter, weil sie rechtzeitig von den Plänen von ISIS erfuhren.

 

So treffen wir bei einer der drei großen Abendveranstaltungen, die die evangelikalen Gemeinden wochenlang stadtweit bewarben, Mizgîn und ihre beiden Töchter. Uns erzählen die Geflüchteten, wie sie kurz nachdem sie von ihren Leitern die Botschaft zu fliehen erhielten, ihre wichtigsten Sachen in kürzester Zeit griffen und zur kurdischen Grenze aufbrachen.

Sie erzählt uns ihre Flucht, wie sie alles hinter sich lassen musste, wie sie als Familie aufbrachen und zu Fuß Richtung Kurdistan flohen. Sie beschreibt, wie sie an der Grenze verzweifelte, als sie in der Ferne ISIS auf sie warten sah und Todesangst hatte.

Während sie uns berichtet, ergreifen uns tiefe Emotionen und wir sehen das Bild vor unserem inneren Auge vor uns.

Wundersamer Weise wurde den Christen aber gewährt, ihre Kleidung am Leib zu behalten und durch die Wüste nach Kurdistan zu flüchten.

Sie hat trotz ihrer Trauer ein Strahlen in den Augen, das sich schwer in Worte fassen lässt. Sie sagt, dass heute das alles hinter ihnen liegt und sie trauern, alles verloren zu haben, aber das sie glücklich sind, weil Christus für sie alles wurde. Wenn wir ihr in die Augen schaue aber sehn wir, dass sie Christus auf eine Art erlebt hat, wie man es selten bei Christen erlebt. Die Antwort auf die Frage über den Verbleib ihres Mannes lässt sie untergehen und sagt, dass sie hofft, dass wir uns noch einmal wieder sehen. Ob sie wirklich uns meint?

PRN hat hier an diesen drei Abenden in einer öffentlichen Festhalle Gottesdienste veranstaltet und durch die evangelikalen Gemeinden dorthin eingeladen. Bruder Samir und Randy sprechen Worte der Ermutigung aus, führen den Trost hervor, den Christen in Jesus finden und fordern die Christen aber zugleich auch auf, ihre Stellung als Licht und Salz wahrzunehmen.

Während der Veranstaltungen sehen wir im Lobpreis und den Gebeten die Gesichter der Teilnehmer und erfahren ihre Sehnsucht nach Gebet. Das Team betet für die Teilnehmer an der Bühne und oft verlassen wir die Stätte erst nach 22.00 Uhr, obwohl das Programm bereits gegen 21.00 endete.

 


[1] Name geändert. Zum Schutz der Personen veröffentlichen wir keine Bilder.

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