Wenn mein Gruß zur Lebensgefahr wird

- Samra landet auf dem Straßenstrich und Said wird gesteinigt -

Samras Geschichte hören wir leider nicht von ihr persönlich – sie hat den Kontakt zur christlichen Gemeinschaft abgebrochen.

Sie kam in den evangelikalen Gemeinden zum Glauben und ließ sich mit ein paar anderen jungen Mädchen taufen. Daraufhin erfuhr jedoch ihre Familie davon. Um sie wieder von der „Idee“ abzubringen, fesselte ihr Bruder sie zu Hause ans Bett und prügelte sie halbtot – doch Samra konnte sich befreien und floh zu ihren Glaubensgeschwistern.

Ihre Familie suchte sie überall und schaltete radikale Salafisten mit ein – so bekamen die Christen Angst und Samra musste sich immer wieder bei anderen Geschwistern verstecken, bis sie am Ende auf der Straße landete, weil es allen zu heikel wurde, sie zu beherbergen. Um zu überleben, verfiel sie in die Prostitution und entwickelte großen Frust gegen Gott und die Gemeinde.

 

Das Letzte, was wir über sie hören ist, dass sie wohl einen Job als Verkäuferin gefunden habe und somit zumindest von der Straße gekommen sei. Aber in den Gemeinden taucht sie nicht mehr auf.

 

Bete für sie, dass sie Gott nicht aus dem Blick verliert und dass die Gemeinde die Beziehung zu ihr wieder herstellen kann und Versöhnung stattfindet.

Said erzählt uns von dem gesellschaftlichem Druck auf Christen. Es fängt bei der Begrüßung auf der Straße an, denn Christen benutzen die muslimische Grußformeln nicht und fallen dadurch im öffentlichen Leben auf – so sehr, dass andere ihren Lebensstil hinterfragen und der Scharia Polizei Hinweise geben, sie zu kontrollieren. Er selbst kommt aus einer anerkannten muslimischen Familie und genoss so eine gründliche Erziehung im Koran.

Doch er begann sich als junger Mann zu fragen, wie er Gott besser gefallen könnte und begann den Koran kritischer zu lesen. Dadurch wurde ihm klar, dass Mohammed kein sündfreier Mensch war. Ihm wurde eine Bibel zu eigen und begann, darin über Jesus zu lesen und dass dieser gegenüber Mohammed sündfrei war. Heute sagt er, dass er dem Verstand nach seit diesem Moment eigentlich bereits das Christentum bevorzugte. Alles nahm einen dramatischen Verlauf, denn irgendwie hatte ein Freund angefangen zu denken, dass Said vom „wahren Glauben“ abgefallen sei und verriet in an die Scharia Polizei. Die Salafisten stellten ihn zur Rede, doch sie waren mit seinen Antworten nicht zufrieden und es kam zu einem großem Gemenge. Woran sich Said heute allein erinnert ist, dass ihm als letztes ein 15kg schwerer Stein auf den Kopf geworfen wurde und ihn schwer verletzte.

Er überlebte dies, doch fand sich leider bald in der totalen sozialen und wirtschaftlichen Ausgrenzung, verlor seine Wohnung und Lebensgrundlagen. In dieser Tiefe fand er Jesus persönlich. Dank Gott konnte er seinen Peinigern vergeben und schafft es heute mit Übersetzungen von Texten für eine Missionsgesellschaft ein wenig Einkommen zu generieren.

 

Bete für ihn, dass sein Zeugnis andere berührt und er auch Wege für ein stabileres Einkommen findet.

Druckversion Druckversion | Sitemap
© WEA Peace & Reconciliation Network